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Letzte Aktualisierung: 15.04.2006

 

Millennium

Das Millennium III - GoKart

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Millennium III

 Ein Sparsames und Leistungsfähiges PWM-Elektro-GoKart

Inhalte dieser Seite:

Eine Projektbeschreibung (1998):

Info: Dies ist ein leicht abgeändertes Originaldokument, welches 1998 nach dem Bau der Dritten Gokartversion verfasst wurde. Mein aktuelles Statement sowie Bilder zu diesem Gerät befindet sich am Ende des Textes.

Autor dieser Beschreibung: Johannes Walk

Introduction:

Der Name “Das Millennium-GoKart” hat nichts mit der Jahrtausendwende zu tun. Dieser Name wurde schon bei der ersten Version des GoKarts gegen Mitte '98 gewählt. Seitdem existiert dieser Name für dieses Fahrzeug.

Hauptsächlich ist alles auf meinem Mist gewachsen, aber ohne die Unterstützung von meinen Kollegen und Freunden   Markus Plietsch und Dennis Hemker, sowie von meinen Eltern, Lehrern, Arbeitskollegen und Bekannten wäre es nie so weit gekommen. Deshalb ein "Danke" an alle, die irgendwie mitgewirkt haben.

Dieses Gefährt, was einst ein Kettcar(R) war, wurde durch viel Arbeit in ein funktionsfähiges Elektrofahrzeug umgebaut. Wir, als Erbauer, hatten mit vielen Problemen zu kämpfen, wie z.B. die Bewältigung des Stromes, die der Antrieb benötigt, wobei schon manche Power-MOS-FET's verdampft sind, sowie der erste Motor, ein Anlasser, der die Belastung nicht lange überlebte (er ist explodiert!).

Ein Foto der damaligen Millennium III - Crew Nach einer Vorführung vor dem Solarlabor der B1 in Nürnberg

Aber dennoch ist etwas daraus geworden. Dieses Gefährt wird im Folgenden genauer beschrieben.

 - Welcher Motor wird in diesem Fahrzeug verwendet?

Nach einem Anlasserversuch befindet sich nun ein Reihenschlußmotor der Firma Steinbock unter der Motorhaube. Er hat eine Nennleistung von 3 kW bei einer Nennspannung von 23V. Da dieser Motor früher als Antrieb eines Gabelstaplers benutzt worden war, ist er ideal für unsere Zwecke. Da er eine eigene Ventilationskühlung besitzt, kann er gut überlastet  werden. Er ist ziemlich verlustarm (im Vergleich zu dem davor verwendetem Auto-Anlasser) und auch für Dauerbetrieb geeignet. Wir verwenden diesen Motor auf 2 Spannungen: Entweder 12V (lange Fahrzeit) oder 24V (hohe Geschwindigkeit). Entsprechend so groß sind auch die Ströme, die dieser Motor zieht. Alleine im Leerlauf zieht er bei 12V schon 25-30 A, bei 24V "nur" 30-35A, bei Nennbelastung ca. 165A. Beim Anfahren sind Ströme von 250Aeff keine Seltenheit. Die Impulsströme sind u.a. größer als 1500A(!!).

 - Wie erfolgt die Drehzahlsteuerung?

Die Drehzahlsteuerung (Leistungssteuerung) erfolgt durch PulsWeitenModulation. Dieses Verfahren schaltet den Motor im Prinzip nur an und aus, wobei bei der festen Frequenz von ca. 1 kHz die Pulsbreite verändert wird. Das eigentliche, sichere Schalten des Motorstromes erledigt (nach mehreren ionisierten Power-MOS-FET's) neuerdings eine neue Generation der Power-MOS-Technologie, und zwar eine ganze Reihe TOP-FET-Transistoren (PHILIPS), die "serienmäßig" einen thermischen Übertemperatur-, Überlast- und Kurzschlußschutz besitzen. Die PWM-Steuerung kann sowohl per Bordcomputer als auch mit einem Fusspedal (Poti) angesteuert werden.

 - Wie wird der Motor betrieben (Links-Rechtslauf)?

Der Motor wird nur im Linkslauf betrieben, da eine Umschaltung nicht nötig, und überhaupt zu teuer wäre.

 - Wie erfolgt die mechanische Kraftübertragung?

Die Mechanische Kraftübertragung erfolgt ohne Kupplung oder Gangschaltung direkt per Kettengetriebe (ü=1,8 zu 1) auf die Hinterachse. Da es keine Möglichkeit gab, ein Differentialgetriebe o.ä.. einzubauen, wird nur der linke auf der kugelgelagerten Hinterachse liegende Reifen angetrieben. Das daraufhin folgende Problem mit der Verzerrung des Fahrwerks wurde mit Stahlseilen weitgehendst beseitigt. (versucht hammas zumindest ;)

 - Was für eine Bremse hat dieses Gefährt?

Jeder der das Fahrzeug schon einmal gesehen hat, meint, daß dieses Gefährt eine Wirbelstrombremse, eine Generatorbremse, eine Motorbremse oder wenigstens eine Scheibenbremse besitzt. Doch das ist alles Falsch. Durch Platz- und Gewichtsproblemen konnte nur eine "Preßspanbremse (!!!)" installiert werden. Durch Reibung auf das große Lüfterrad des Motors mittels eines guten Stücks Holz wird die Fahrt abgebremst (Ist zwar nicht das Eleganteste, aber funktioniert).

 - Geschwindigkeitsmessung und Anzeige?

Diese "Ehrenvolle" Aufgabe übernimmt unser "Bordrechner", ein ZX80 Spectrum des Jahrganges 1983. Per (selbstgebauten) Eingabesteckkarten wird das Signal, das von einem an der Hinterachse positioniertem Geber erzeugt wird, auf Anfrage des Rechners auf den Prozessorbus des Spectrums gelegt. Dieser zählt (primitiverweise) die Impulse pro Sekunde, und errechnet anhand des Reifenumfangs dann die momentane Geschwindigkeit. Bei einer realen Geschwindigkeit von 44 km/h ist allerdings das Basic-Programm zu langsam. Dieses Problem wird bei der nächsten Version behoben sein.

 - Strommessung?

Den Effektivstrom kann an dem am Rahmen des GoKarts installierten Strommessers abgelesen werden (Wenn man so schnell rennen kann...). Als Messshunt wird eine 80cm lange 25mm² - Batterieleitung verwendet. Dies birgt zwar einige temperaturbedingte Meßfehler, die aber im Grunde vernachlässigbar sind, da das Meßgerät selber ein relativ ungenaues Betriebsmessgerät ist. Die realen Ströme habe ich mit einem Speicheroszilloskop aufgenommen. Die Impulsspitzenströme konnten mit diesem Verfahren ebenfalls bestimmt werden.

 - Stromversorgung?

Das GoKart besitzt zwei Stromversorgungsmodis. Einmal 12V für die Steuerung, und einmal 12V oder 24V für die Lastseite. Die steuerungsseitige Stromversorgung wurde mit einer kleinen 14Ah - Motorradbatterie realisiert. Sie dient dazu, der Steuerung (dazu gehört der Rechner, der Monitor und alle selbstentwickelten Steckkartensysteme sowie die Hupe und das Licht) eine vom Lastteil unabhängige und somit relativ stabile Spannung zu liefern, da Spannungsspitzen (oder das "Gegenteil" davon) nicht gerade ungefährlich für den sicheren Betrieb sind. Die Lastteilseitige Spannungsversorgung wird im 12V-Modus durch eine große (und somit auch schwere) LKW-Batterie mit 12V, 180Ah und einem max. Entladestrom von 600A realisiert. Im 24V-Modus wird diese durch zwei gleiche (?) Autobatterien ersetzt. Sie sollten jedoch beide einen Mindeststrom von 200A liefern.

 - Fahrzeit, Ladezeit, Art der Ladestation?

Die Fahrzeit beträgt im 12V-Modus mit vollen Batterien ca. 2Std. bei einer maximalen Geschwindigkeit von immerhin 40km/h. Diese Zeit ist jedoch stark vom Fahrstil des Fahrers abhängig. D.h. Bei voller Fahrt auf einer geraden Strecke sind durchaus mehr als zwei Stunden möglich. Danach müssen aber beide Batterien wieder aufgeladen werden. Die Ladezeit der LKW-Batterie beträgt (entleert) im Durchschnitt ca. 20-30Std. bei einem Ladestrom von 5A. Die 14Ah-Batterie ist schon nach 10Std. voll. Die Fahrzeit bei 24V ist viel geringer, da die Gesamtkapazität gerade mal ein Viertel der LKW-Batteriekapazität beträgt. Zudem ist der Laststrom auch viel größer als bei 12V. Gerade einmal 15-20min. sind bei voller Leistung möglich. Dafür erreicht man eine Geschwindigkeit von mehr als 60kmh. Die zwei leeren Pkw-Batterien benötigen dafür beim Laden nicht mehr als 10Std. bei 4A. (Nachtrag: Die KFZ-Batterien waren zudem auch nicht mehr die neuesten)

 - Einsatz von moderner Elektronik?

Der im GoKart installierte Rechner überwacht die Hauptfunktionen und steuert bestimmte Sondersysteme wie Licht und Hupe. Weiterhin hat er volle Kontrolle über die PWM-Funktion, die Anzeige und die Sicherheitssysteme wie den Hauptschalter oder Resetfunktionen. Der Rechner selber ist ein alter aber dennoch funktionstüchtiger ZX80 Spectrum, ein Kasettencomputer, dessen Speicher ein zweckentfremdeter Sprachspeicherchip (ISD) ist. Über mehrere selbstentwickelte Steckkarten auf TTL und CMOS-Basis kann der Rechner Befehle an andere Karten losschicken sowie Informationen wieder einlesen. Somit hat er volle Kontrolle über die PWM und andere (auch analoge) Systeme. Ein echter PC bzw. ein Laptop wäre zwar ideal, aber um einiges zu teuer.

 - Ist eine SPS sinnvoll einsetzbar?

Im Prinzip, selbst wenn sich das Spannungsproblem lösen ließe, wäre eine SPS Fehl am Platze, da so ein "Computer" für so ein "benutzerfreundliches" System unbrauchbar wäre. Zudem glaube ich nicht, daß eine SPS diese Menge an Daten so flexibel wie ein PC oder ein BASIC-System verarbeiten kann.

 - Inwieweit ist Leistungselektronik erforderlich?

Im Großen und Ganzen ist nur eine Steuerung erforderlich, und zwar für den Motor. Doch diese Steuerung ist das A und O am ganzen Fahrzeug. Sie muß den Motor regeln, und auch jederzeit wieder abschalten können. Zudem muß sie auch für den Strom, den der Motor "frisst", ausgelegt sein (und das sind immerhin 1450APuls). Diese Elektronik braucht wiederum eine Ansteuerung, die in unserem Falle das Fusspedal-Poti und der Spectrum mit seinen Interface- und Wandlerkarten sind. Evtl. ist eine zweite Leistungselektronik erforderlich, z.B.. zur Bremsstromeinspeisung in die Batterie, oder als Steuerung für ein Lenkservo.

 - Wo kann's gefährlich werden ?

Die größte Gefahrenquelle bei diesem GoKart ist, wenn man im 24V-Modus zu schnell fährt (Kurvenverhalten!!), denn das Lenkverhalten ist nicht gerade das Ideale für 60kmh. Zudem hat das Gefährt eine zu langsam wirkende Bremse (+Preßspangeräusche!), und die Motor-Ansteuerungselektronik braucht zwei Sekunden, bis sie den Motor erst von der Batteriespannung getrennt hat. Im elektronischen Bereich ist auch ein gewisses Restrisiko vorhanden, denn bei zufällig auftretenden Fehlströmen oder Überspannungsspitzen kann u.a. die Leistungselektronik, die ohnehin am Limit läuft, geröstet werden (das ist uns auch schon einmal passiert). Zudem ist das Risiko von irgendwelchen Kriechströmen bei einem Nieselregenwetter auch vorhanden. (Nachtrag: Batteriesäure bei einem Unfall!!!)

 - Pannen und Pleiten ?

Natürlich hatten wir auch negativen Erfahrungen bei der Entwicklung des jetzigen GoKarts gemacht. So ziemlich am Anfang (1997) kamen schon die ersten Probleme bei der Steuerung des Motors. Zuerst versuchte ich einen Leistungs-MOS-FET-Transistor, der immerhin schon 75A schalten konnte, als "regelbaren Widerstand" zu benutzen. Das klappte bei kleineren Motoren ganz gut. Die enorme Hitzeentwicklung bei größeren Motoren war jedoch nicht gerade ideal. Als wir unseren ersten, als Antrieb geeigneten Motor bekamen (ein 4kW- Anlasser), waren die ersten Fehlversuche vorprogrammiert. Die Steuerung, die da schon aus 4 Power-MOS-FET's bestand, hatte diesen Versuch jedoch nicht überlebt (Ergebnis: Große Rauchwolke...). Irgendwann bekam ich die Schaltpläne von einer PWM-Steuerung (Danke, Herr Lapp). Die erste, mit diesem Verfahren arbeitende Elektronik, arbeitete gut mit dem 2. Anlasser (0.6kW) zusammen. Die erste Testfahrt verlief (kurz und) gut. Nachdem auch eine größere Batterie vorhanden war (LKW-Batterie, 12V), gingen wir mit unserer 2. GoKart-Version auf Testfahrt. Nach den ersten Metern, verdampften uns schon die Leiterbahnen der Leistungselektronik, da die Batterie mehr Strom bereitstellen konnte. Mit aufwendigen Reperaturarbeiten vor Ort konnte der Fehler behoben werden. Danach ging es weiter. Nach weiteren 15min. Fahrzeit hatte die Elektronik einen Defekt, weil ein Regenwurm (!!) direkt auf die frei liegenden Leiterbahnen der Steuerungselektronik geschleudert wurde (Traurig, aber Wahr). Kurz darauf ist uns der Anlasser, dessen Wasserkühlung defekt war, explodiert und innerlich ausgebrannt. Mit diesen Erfahrungen bauten wir schließlich die jetzige Version, die auch mit einer komplett neuen Elektronik, einem anderen Motor, einem Bordrechner und haufenweise Sicherheitsfunktionen ausgestattet ist. Bis jetzt (01.2000) sind keine größeren Probleme aufgetreten, bis auf die Instabilität des Kettcar-Gestänges.

Kurzfassung des Berichts (1998):

Alles fing gegen Ende des ersten Lehrjahres an. Wir hatten die dumme Idee, ein Kettcar mit einem Motor auszurüsten. Bald darauf konnten wir immerhin ein Kinderkettcar und ein 0.6kW-Motorradanlasser organisieren. Dazu kamen eine alte Autobatterie, ein paar alte 6mm²-Leitungen und meine wenigen Erfahrungen in der MOSFET-Technik. Nach mehreren Problemen mit der Steuerung (Verlustleistung, etc.) wurde mir ein Schaltplan für eine PWM-Steuerung gegeben. Mit der ersten Elektronik konnten wir bald ein funktionierendes Gefährt zusammenbauen. Natürlich waren da noch sehr viele Fehler im System. So sind uns reihenweise Power-MOS-FET's wegen eines uns damals unbekannten Grundes in Rauch aufgegangen. Auch der Anlasser ist bei der 2. Testfahrt ausgebrannt, weil die da schon vorhandene LKW-Batterie zu viel Strom liefern konnte, und dementsprechend ‘gewichtig’ war. So waren wir gezwungen, eine neue Version zu bauen, die letztendlich mit einem auf die Batterie ausgelegtem Motor und einer neuen Computergesteuerten TOP-FET-Leistungselektronik ausgestattet war. Dieses GoKart hatte mit dieser Steuerung die 3.Testfahrt unbeschadet überstanden. Daraufhin wurden wir aufgefordert, das GoKart der B1 vorzustellen. Im Solarlabor haben wir auch gleich einen Versuch mit doppelter Motorspannung erfolgreich abgeschlossen, und erreichten damit eine Geschwindigkeit von mehr als 60kmh. Da eine gewisse Resonanz von der Schülerseite aus vorhanden war, haben wir vor, eine nächste, verbesserte Version zu konstruieren. Da wir mittlerweile im 3.Lehrjahr sind, haben sich unsere Theoriekenntnisse verbessert, und somit habe ich vor, in der neuen Version eine Bremsenergierückgewinnung, eine Sprachsteuerung, die antworten kann und eine neue Art von Leistungselektronik zu integrieren, sowie dem Bordcomputer die komplette Kontrolle zu geben.

Wir, als 3-köpfige Mannschaft hatten viel Spaß (auch Ärger und Frust) bei dem Bau des GoKarts. Die Elektronische Steuerung, und alles was damit zu tun hat, wurde von mir, Johannes Walk, erstellt und getestet. Meine Kollegen Markus Plietsch und Dennis Hemker haben mir im organisatorischem und mechanischem Bereich sehr geholfen. Durch dieses Projekt haben wir einiges im Bereich Leistungselektronik und Steuerungstechnik gelernt, und wir werden auch weiter daran herumbasteln.

Bilder aller GoKart-Versionen:

Version 1: (Anlasserversion mit Autobatterie)

Version 2: (Anlasserversion mit LKW-Batterie)

Das Gokart Version 2. Deutlich zu sehen ist die doch sehr gewichtige LKW-Batterie

Der Hauptantrieb des GoKarts V2. Ein 600Watt Motorradanlasser, der Anfangs mit einer Wasserkühlung versehen war.

Version 3: (Rechnergestützte Staplermotor- und LKW-Batterieversion)

Bilder der Testfahrt:

Das GoKart bei seiner 3. Testfahrt (wurde gerade zusammengesteckt)

Der Hauptrechner des FZ’s: ein Sinclair Spectrum ZX80 montiert auf einem Marke Eigenbau 19”-System mit Monitor, diverser Steuerelektronik, Schlüsselschalter und Voltmeter.

Das GoKart aus einer anderen Perspektive (3. Testfahrt)

Dieses Bild wurde mit einer Videokamera während der Fahrt aufgenommen. (3.Testfahrt)

Bilder des Fahrzeuges:

Das Go-Kart kurz vor Abschluss des Baues.

Freie Sicht auf das Triebwerk: Ein sich selbst per Lüfterrad kühlender 23V-Reihenschluss-Staplermotor mit immerhin 3kW

Noch ein schönes Foto vom Triebwerk. Die Seitenteile wurden hier schon mit feinen Gittern abgedeckt.

Der Unterbau des Hinterteiles. Man beachte das mit 5 Lüftern bestückte Kühlblech, das die Leistungselektronik beherbergt. (Schaltet per PWM 300Aeff und bis zu 2000Apeak !!)

Eine Seitenansicht des 19”-Steuerrahmens, der u.a. die Buswandlerkarten und die Stromversorgung für den ZX80-Spectrum beinhaltet.

Hier, leider etwas unscharf, kann man die sich noch im Aufbau befindende Leistungselektronik bewundern. Im Endzustand teilten sich  24 TOP-FET’s die Kühlfläche.

Die Innereien des Steuerrahmens. Rechts kann man gut die in Silikon eingelassene sw-Fernsehbildröhre sehen.

Schlussgedanke (2003):

Um es so zu sagen: Das Gokart war eine gute Sache. Wir haben sehr viel bei der Konstruktion gelernt, wobei der Spassfaktor nie ganz verloren ging. Ich kann mich noch gut an die Gesichter der Lehrer erinnern, die sich (laut Bericht im Abschlussbericht der B1) “leicht nervös [...] nur noch angsterfüllt am Lenkrad festklammern konnten.” An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei den Lehrern Herr Heinz (Bauteile, Rechner), Herr Lapp (Schaltpläne und Vorführungsorganisation) und Herr Böhm (Vorführungsorganisation) für die Mithilfe bedanken. Seit der Vorführung am Solarlabor der Berufsschule (B1 in Nbg.) wurde ich schon einige Male gefragt, wann es eine Neuauflage des Gefährts geben wird. Prinzipiell wäre ich schon bereit, etwas neues zu versuchen. Basierend auf den Tatsachen, dass ich mein Wissen im Bereich Elektronik stark erweitert habe, und durch geknüpfte Kontakte eine Organisation von leistungsfähigerem Material möglich wäre, stünde einer Revision nichts im Wege. Prinzipiell zumindest nicht. Wäre da nicht der Faktor Zeit. Da ich derzeit an anderen Projekten arbeite, (dazu kommt noch das Studium, das ich Ende 2003 beginnen werde) ist ein Comeback des Millennium-GoKarts leider auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Wenn jemand anderes Interresse an der Entwicklung des GoKart’s haben sollte, und bereit wäre, dieses Gefährt wieder Auferstehen zu lassen, so kann sich diese Person gerne melden. (walktronics@gmx.de)

Aber was ist nun mit dem Gefährt? Derzeit ist es zerlegt. Klingt zwar hart, ist es jedoch nicht. Denn es ist nicht zerstört, sondern einfach nur zerlegt, und kann jederzeit wieder zusammengebaut werden...

Johannes Walk

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