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Letzte Aktualisierung: 15.04.2006

 

Oszilloskoprefarat

Das Oszilloskop

Ein Kurzrefarat von Johannes Walk

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Ich habe das Refarat hier veröffentlicht, da ich hoffe, dass es noch andere Schüler gibt, die damit was anfangen können. Kopien nur für Nichtkommerzielle Zwecke! Inhalt der Seite:

Thesenpapier zum Kurzreferat:
Das Oszilloskop. Typen, Aufbau und Funktionsweise
Im Fach Physik
Klasse 12TB
XX.XX.2003

I.    Geschichtliches zum Oszilloskop:

      1.   Gesucht war ein Messgerät, das Spannungen in Abhängigkeit mit der Zeit darstellen kann.
      2.   Erste Geräte als Mechanische Schreiber ausgefĂĽhrt. Nachteil: Träge.
      3.   1897 Entwicklung der „Braun’schen Röhre“, welche als Grundlage der Röhrenoszillographen dient.
      4.   1932 Die Entwicklung erster Röhren-Oszillographen.
      5.   Oszillograph: Griechisch => Schwingungsschreiber.
      6.   November 1973: EinfĂĽhrung dt. Wort ‚Oszilloskop’.
      7.   Oszilloscope: Englisch => Schwingungsseher.
      8.   1973 Erstes RechnergestĂĽtztes Oszilloskop.
      9.   1978 Breitband-Oszilloskop fĂĽr Frequenzen bis 1GHz.
      10. 2001 Frequenzbänder jenseits der 2GHz-Grenze

II. Oszilloskoparten und Prinzipien:

      1.   Das Analoge Röhrenoszilloskop

             1.1Angewandt wird die Möglichkeit zur Ablenkung el. geladener Teilchen im el. Feld.
             1.2Das abzulenkende Medium wird in Form eines Elektronenstrahls generiert.
             1.3Hier kann man von einer Massenträgheitslosigkeit des Strahles sprechen.
             1.4In verschiedenen Etappen wird der Elektronenstrahl generiert und gelenkt.
                   1.4.1    Die Kathode mit Heizfaden, die die Elektronen emittiert (absondert).
                   1.4.2    Der Wehnelt-Zylinder. Umgibt die Kathode und beschleunigt die freien Elektronen.
                   1.4.3    Der Wehnelt-Zylinder bĂĽndelt zudem die Elektronen zu einem Strahl mit einstellbarer
                               Intensität.
                   1.4.4    Eine nachfolgende Gruppe von sog. Elektronischen Linsen sorgen fĂĽr eine
                               Nachbeschleunigung und einer einstellbarer Fokussierung. (mittels el. Felder).
                   1.4.5    Darauf folgt die aus horizontalen und vertikalen Plattenpaaren bestehende Ablenkungseinheit.
                   1.4.6    Die Strahlablenkung ist proportional zur Spannung an den Ablenkungsplatten.
                   1.4.7    Ist die Spannung an einem Plattenpaar = 0 so wird der Elektronenstrahl nicht abgelenkt.
                   1.4.8    Der Schirm, auf den schliesslich die Elektronen auftreffen, wird Bildschirm oder auch
                               Leuchtschirm genannt.
                   1.4.9    Dieser Leuchtschirm besteht aus einer mit einem speziell nachleuchtendem Material
                               beschichteten Glasoberfläche.
                   1.4.10  Das nachleuchtende Material absorbiert die Elektronen und ‚erzeugt’ an der Auftreffstelle
                               einen (grĂĽn) leuchtenden Punkt.
                   1.4.11  Diese ganze Konstruktion befindet sich in einem evakuierten Glasgehäuse und wird Bildröhre
                               genannt.
             1.5Eine elektronische Steuerung ist fĂĽr die Ansteuerung der Ablenkungsplatten zuständig.
                   1.5.1    Die y-Ablenkung wird mit dem (verstärktem) zu messendem Signal angesteuert.
                   1.5.2    Die x-Ablenkung wird vorzugsweise mit einer (getriggerten) Sägezahnspannung angesteuert,
                               da so ein genauer Zeitlicher Zusammenhang ersichtlich wird.
                   1.5.3    Mittels einigen an der Gerätevorderseite angebrachten Reglern können auf einem
                               handelsĂĽblichem Oszilloskop sehr viele Faktoren geändert werden.
             1.6Bei einer Darstellung von zwei Signalen verwendet man Zweistrahloszilloskope, die in der
                   Bildröhre zwei komplette Elektronenstrahlgeneratoren und Ablenkeinheiten besitzen.
             1.7Alternativ dazu kann man bei einem Einstrahloszilloskop die Signale multiplexen, d.h. in sehr
                   schneller Folge wechselnd umschalten oder Bildweise nacheinander darstellen. So sind auch mehr als
                   zwei Signale darstellbar.

      2.   Das Digitale Oszilloskop

             2.1Hier wird das Eingangssignal, wie beim analogen Oszilloskop auch, vorbereitet, d.h. verstärkt oder
                   abgeschwächt und teilweise gefiltert.
             2.2Das vorbereitete Signal wird dann mittels Analog-Digitalwandler in binäre Daten konvertiert.
             2.3Diese Daten werden dann der Computereinheit im Oszilloskop zugefĂĽhrt.
             2.4Hier werden sie meist direkt in eine Speichereinheit (RAM) geschoben, von der aus die Daten weiter
                   verarbeitet werden können.
             2.5Die Computereinheit analysiert gegebenenfalls das Signal auf Triggerschwellen, lokalen
                   Tief/Hochpunkte und andere Eigenschaften.
             2.6Weiterhin kann diese CPU-Einheit die Eingangsverstärker/filter ansteuern.
             2.7Das nun digitale Signal wird mittels einer Bildwandlereinheit auf einem Display dargestellt.
             2.8Es können zusätzliche Informationen zu dem Signal angezeigt werden.
             2.9Durch die jeweilige Software (Betriebssystem) des Oszilloskopes sind beliebig viele Funktionen und
                   Variationen realisierbar.
             2.10 Die simultane Darstellung mehrerer Signale wird durch mehrere AD-Wandler realisiert.
             2.11 Alternativ kann auch ein PC oder ein anderes Rechenfähiges System als Computereinheit genutzt
                   werden, wobei hier dann die Wandlereinheit als Steckkarte oder externes Gerät ausgefĂĽhrt ist.
             2.12 Das Bedienungsfeld dient als Benutzereingabeeinheit fĂĽr das Rechensystem.

      3.   Es existieren auch Mischformen, die beide Funktionen beinhalten

             3.1Als Mischform wäre zum Beispiel ein Digitales Oszilloskop mit Bildröhre zu nennen.
             3.2Dies kann rein digitalisierte Signale mit den zugehörigen Informationen darstellen.
             3.3Kann aber auch das Analoge Signal darstellen, und nach jedem Strahldurchlauf die zugehörigen
                   Informationen Digital einbringen
             3.4Mischformen gehören der Digitalen Gruppe an

III.Vor- und Nachteile verschiedener OszilloskopausfĂĽhrungen:

      1.   Das Analoge Röhrenoszilloskop

             1.1Vorteile:

                   1.1.1    Relativ einfacher Aufbau.
                   1.1.2    Herstellung billig.
                   1.1.3    Hohe Frequenzen messbar (im GHz-Bereich).

             1.2Nachteile:

                   1.2.1    Bauform unhandlich.
                   1.2.2    Gewisse Ungenauigkeiten des Systems.
                   1.2.3    Empfindlich gegen mechanische Einwirkungen.
                   1.2.4    Nur einfarbige Darstellung möglich (monochrom).
                   1.2.5    Durch starke Magnetfelder beeinflussbar.

      2.   Das Digitale Oszilloskop

             2.1Vorteile

                   2.1.1    Baugröße kann sehr klein gewählt werden, da LCD-Display’s angewandt werden können.
                   2.1.2    Größere Genauigkeiten erzielbar.
                   2.1.3    Anzeige/Messwerte beliebig bearbeitbar, speicherbar und reproduzierbar (Drucker).
                   2.1.4    Mechanisch robuster als Röhrengeräte.
                   2.1.5    Farbdisplays verbessern die optische Zuordbarkeit der Signale.
                   2.1.6    Autosetup und Autokalibrierungs-Funktionen verfĂĽgbar.

             2.2Nachteile

                   2.2.1    Bandbereich niedriger als bei Röhrengeräten.
                   2.2.2    vergleichsweise sehr Teuer.
                   2.2.3    empfindlich gegen Energiereiche elektrostatische Entladungen etc.

      3.   Mischformoszilloskope

             3.1Vorteile

                   3.1.1    Wahlweise Analog- bzw. Digitalmodus wählbar.
                   3.1.2    Erlaubt Weiterverarbeitung der Daten.

             3.2Nachteile

                   3.2.1    Teurer als analoge Röhrentypen.
                   3.2.2    Herstellung aufwendig.
                   3.2.3    Unhandlich.

IV. Das Verwenden eines (Standard-)Oszilloskopes anhand einer einfachen Messung am Eingang 1

      1.   Die Grundeinstellung fĂĽr Messung am CH1

             1.1Gerät An, Intensität auf gute Helligkeit, Schärfe auf das schärfste.
             1.2Trigger auf Auto und CH1.
             1.3Messbereich auf den Grössten (20V/Div).
             1.4Zeit auf 20ms/Div.
             1.5Mittels Positionsreglern die Linie auf die gewĂĽnschte Position.
             1.6CH1 – Eingangsschalter auf DC.
             1.7 ALLE Kalibrations-Regler auf Ausgangsposition (Nullstellung).

      2.   Das Messen an CH1

             2.1Signal an CH1-Buchse anlegen (Maximalspannung beachten!).
             2.2Spannungswahlschalter einstellen, bis optimale Signalhöhe erreicht.
             2.3Timebase-Wahlschalter einstellen, bis optimaler Spannungsverlauf sichtbar.
             2.4Triggerschwelle so justieren, dass Signal optimale Position einnimmt.
             2.5 ggf. Positionsregler nachstellen.

      3.   Das Ablesen und Rechnen

             3.1Es gelten beim Ablesen folgende Bedingungen:

                   3.1.1    Die horizontale Auflösung wird durch die Einstellung des Timebase-Wahlschalters festgelegt.
                   3.1.2    Der Wert bezieht sich auf eine horizontale Abschnittseinheit. (Kästchen)
                   3.1.3    Die vertikale Auflösung wird durch die Einstellung des Spannungswahlschalters festgelegt.
                   3.1.4    Der Wert bezieht sich ebenfalls auf eine vertikale Abschnittseinheit. (Kästchen)
                   3.1.5    Um genaue Werte zu erhalten, muss der abgelesene Abstandswert in horizontaler oder
                               vertikaler Richtung mit dessen Wahlschaltereinstellung multipliziert werden.
                   3.1.6    Bei Wechselspannungen ist Spannungsformbedingt ein Umrechnungsfaktor zu berĂĽcksichtigen.
                   3.1.7    Um besser und genauer ablesen zu können, wäre es sinnvoll, mit den Positionsreglern die
                               Anzeige gezielt zu verschieben.
                   3.1.8    Die Frequenz des Signal errechnet sich mit: f=1/Periodendauer.                               

V.  Oszilloskopzubehör:

      1.   Der Tastkopf zur Messbereichserweiterung

             1.1Die Aufgabe eines Tastkopfes ist es, das Signal ĂĽber eine gewisse Entfernung von der Quelle zum
                   Oszilloskop zu ĂĽbertragen, Ladungserscheinungen zu reduzieren und die Struktur der Information zu
                   erhalten.
             1.2Passive Tastköpfe
                   1.1.1    Bestehen aus passiven Bauelementen (RC).
                   1.1.2    Besitzen Teilerfaktoren, die die Empfindlichkeit des Oszilloskopes reduzieren.
             1.3Aktive Tastköpfe
                   1.2.1    Enthalten aktive Bauelemente (z.B. FET’s)
                   1.2.2    Können eine Galvanische Trennung beinhalten.
                   1.2.3.   Verringern Ladungserscheinungen
                   1.2.4    Verändern die Auslenkempfindlichkeit des Oszilloskopes nicht.
             1.4Differenzialtastköpfe, die die Spannung zwischen zwei verschiedenen Punkten messen.
             1.5Stromzangen fĂĽr die Umwandlung von größeren Strömen in Spannungen mittels Messung des
                   Magnetfeldes um den belasteten Leiter.
      2.   Trenntrafo fĂĽr Laborbereiche, in denen Erdfrei gemessen werden muss.

VI.Anwendungsgebiete des Oszilloskopes:

      1.   Ein Oszilloskop wird hauptsächlich zur Darstellung zeitlich veränderter Spannungen verwendet.
      2.   Anwendungsgebiete liegen in allen Bereichen der Elektronik, in denen Zeitlich veränderte Spannungen und Ströme
           auftreten.
      3.   Angewandt wird das Oszilloskop auch im Medizinischem Bereich.
      4.   Das Oszilloskop kann des weiteren zur Darstellung von Graphen und Kennlinien herangezogen werden.
      5.   Anwendungsgebiete liegen hier als Kennlinienaufnehmern von elektronischen Bauteilen.
      6.   FĂĽr Synchronitätsmessungen ist ein direkter Vergleich zweier Sinus-Schwingungen mit Hilfe des
             Kreisprinzipes möglich.

VII Sekundärliteratur:

      1.   „Kleine Oszilloskoplehre“ von Harley Carter, HĂĽthing-Verlag
      2.   „Das Oszilloskop“ von Dipl.-Ing. Paul E. Klein, Franzis-Verlag
      3.   „Oszilloskope fĂĽr den Hobby-Elektroniker“ von Dieter NĂĽhrmann, Franzis-Verlag
      4.   „Das Oszilloskop – Funktion und Anwendung“ von Klaus Lipinski, VDE-Verlag
      5.   Datenblätter der Fa. Gould-Nicolet
      6.   Homepage der Fernuniversität Kaiserslautern http://physik.uni-kl.de

Handout’s: (in HTML-Form)

 Das Oszilloskop. Typen, Aufbau und Funktionsweise
Kleine Zusammenfassung des Kurzreferates in Physik
Von Johannes Walk 

 Geschichtliches:

       - Gesucht war ein Messgerät, das Spannungen in Abhängigkeit mit der Zeit darstellen kann.
      - Erste Geräte als Mechanische Schreiber ausgefĂĽhrt. Nachteil: Träge.
      - 1897 Entwicklung der „Braun’schen Röhre“, welche als Grundlage der Röhrenoszillographen dient.
      - 1932 Die Entwicklung erster Röhren-Oszillographen.
      - Oszillograph: Griechisch => Schwingungsschreiber.
      - November 1973: EinfĂĽhrung dt. Wort ‚Oszilloskop’.
      - Oszilloscope: Englisch => Schwingungsseher.
      - 1973 Erstes RechnergestĂĽtztes Oszilloskop.
      - 1978 Breitband-Oszilloskop fĂĽr Frequenzen bis 1GHz.
      - 2001 Frequenzbänder jenseits der 2GHz-Grenze

Oszilloskoparten:

Man unterscheidet zwischen Analogen und Digitalen Oszilloskopen

Analoge Oszilloskope

Ein älteres Modell

Ein Standardmodell

Digitale Oszilloskope

Ein Portables Digitales (Quelle: Bosch-Homepage)

Eine komplette Workstation (PC-Oszi) (Quelle: Gould Ultima500-Datenblatt)

Aufbau analoger Oszilloskope: 

    - Angewandt wird die Möglichkeit zur Ablenkung el. geladener Teilchen im el. Feld.
    - Das abzulenkende Medium wird in Form eines Elektronenstrahls generiert.
    - Die Massenträgheitslosigkeit des Strahles wird ausgenutzt.
    - In verschiedenen Etappen wird der Elektronenstrahl generiert und gelenkt.
          - Die Kathode mit Heizfaden, die die Elektronen emittiert (Elektronenkanone).
          - Der Wehnelt-Zylinder. Umgibt die Kathode und beschleunigt die freien Elektronen.
          - Der Wehnelt-Zylinder bĂĽndelt zudem die Elektronen zu einem Strahl mit einstellbarer
             Intensität.
          - Eine nachfolgende Gruppe von sog. Elektronischen Linsen sorgen fĂĽr eine
             Nachbeschleunigung und einer einstellbarer Fokussierung. (mittels el. Felder).
          - Darauf folgt die aus horizontalen und vertikalen Plattenpaaren bestehende
             Ablenkungseinheit.
          - Die Strahlablenkung ist proportional zur Spannung an den Ablenkungsplatten.
          - Ist die Spannung an einem Plattenpaar = 0 so wird der Elektronenstrahl nicht abgelenkt.
          - Der Schirm, auf den schliesslich die Elektronen auftreffen, wird Bildschirm oder auch
             Leuchtschirm genannt.
          - Dieser Leuchtschirm besteht aus einer mit einem speziell nachleuchtendem Material
             beschichteten Glasoberfläche.
          - Das nachleuchtende Material absorbiert die Elektronen und ‚erzeugt’ an der Auftreffstelle
             einen (grĂĽn) leuchtenden Punkt.
          - Diese ganze Konstruktion befindet sich in einem evakuierten Glasgehäuse und wird Bildröhre
             genannt. 
    - Eine elektronische Steuerung ist für die Ansteuerung der Ablenkungsplatten zuständig.
          - Die y-Ablenkung wird mit dem (verstärktem) zu messendem Signal angesteuert.
          - Die x-Ablenkung wird vorzugsweise mit einer (getriggerten) Sägezahnspannung angesteuert,
             da so ein genauer Zeitlicher Zusammenhang ersichtlich wird.
          - Mittels einigen an der Gerätevorderseite angebrachten Reglern können auf einem
             handelsĂĽblichem Oszilloskop sehr viele Faktoren geändert werden.
    - Bei einer Darstellung von zwei Signalen verwendet man Zweistrahloszilloskope, die in der
       Bildröhre zwei komplette Elektronenstrahlgeneratoren und Ablenkeinheiten besitzen.
    - Alternativ dazu kann man bei einem Einstrahloszilloskop die Signale multiplexen, d.h. in sehr
       schneller Folge wechselnd umschalten oder Bildweise nacheinander darstellen. So sind auch mehr als
       zwei Signale darstellbar.

Aufbau digitaler Oszilloskope:

    - Hier wird das Eingangssignal, wie beim analogen Oszilloskop auch, vorbereitet, d.h. verstärkt oder
       abgeschwächt und teilweise gefiltert.
    - Das vorbereitete Signal wird dann mittels Analog-Digitalwandler in binäre Daten konvertiert.
    - Diese Daten werden dann der Computereinheit im Oszilloskop zugefĂĽhrt.
    - Hier werden sie meist direkt in eine Speichereinheit (RAM) geschoben, von der aus die Daten weiter
       verarbeitet werden können.
    - Die Computereinheit analysiert gegebenenfalls das Signal auf Triggerschwellen, lokalen
       Tief/Hochpunkte und andere Eigenschaften.
    - Weiterhin kann diese CPU-Einheit die Eingangsverstärker/filter ansteuern.
    - Das nun digitale Signal wird mittels einer Bildwandlereinheit auf einem Display dargestellt.
    - Es können zusätzliche Informationen zu dem Signal angezeigt werden.
    - Durch die jeweilige Software (Betriebssystem) des Oszilloskopes sind beliebig viele Funktionen und
       Variationen realisierbar.
    - Die simultane Darstellung mehrerer Signale wird durch mehrere AD-Wandler realisiert.
    - Das Bedienungsfeld dient als Benutzereingabeeinheit fĂĽr das Rechensystem   .

Das Innenleben eines größeren Digitaloszilloskopes, gezeigt am Beispiel des GOULD Ultima 500

(Quelle: Gould Ultima500-Datenblatt)

    - Alternativ kann auch ein PC oder ein anderes Rechenfähiges System als Computereinheit genutzt werden,
       wobei hier dann die Wandlereinheit als Steckkarte oder externes Gerät ausgefĂĽhrt ist.
       (Beispiel: das vorgefĂĽhrte Marke-Eigenbau Speicheroszilloskop)

    Der Vorteil eines Digitalen Oszilloskopes liegt hauptsächlich in der Tatsache, dass hier die Messwerte nach der Digitalisierung beliebig bearbeitbar, analysierbar, darstellbar und verlustfrei speicherbar sind. Allerdings hat dieser Luxus seinen Preis. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Oszilloskoptypen um einiges teurer als ihre analogen Artverwandten sind.
    Digitale Oszilloskope gibt es in allen möglichen Formen und Varianten, angefangen von handlichen Portablen, bis hin zu kompletten Workstations mit integriertem PC. Weiterhin gibt es auch ‚Mischformen’, die eher zu der Digitalen Gruppe zählen, und eine Kombination aus einer Digitalen Einheit mit einer Röhrenanzeige darstellen. Diese Geräte sind in der Lage, das Originalsignal auf Analoge Art und Weise darzustellen, und gleichzeitig Signalinformationen in Form von Text und Zeichnung auf dem Bildschirm zu zeigen.

Das Einstellen und Ablesen eines Oszilloskopes: 

    Um vernünftige Werte von einem Oszilloskop ablesen zu können, muss erst das Gerät in die sog.
    Grundstellung gebracht werden. Die Einzelheiten sind im jeweiligen Handbuch aufgefĂĽhrt.
    Hier ein paar allgemeine Regeln zur Einstellung sowie zum Ablesen eines Oszilloskopes:

    - Die Horizontale Auflösung wird durch die Einstellung des Timebase-Wahlschalters festgelegt.
    - Der Wert bezieht sich auf eine horizontale Abschnittseinheit. (Division)
    - Die Vertikale Auflösung wird durch die Einstellung des Spannungswahlschalters festgelegt.
    - Der Wert bezieht sich ebenfalls auf eine vertikale Abschnittseinheit. (Division)
    - Um genaue Werte zu erhalten, muss der abgelesene Abstandswert in horizontaler oder
       vertikaler Richtung mit dessen Wahlschaltereinstellung multipliziert werden.
    - Beim Ablesen von Spannungshöhen bei Wechselspannungen sind noch Umrechnungsfaktoren
       mit einzurechnen. Näheres => siehe Handbuch.
    - Die Frequenz des Signal errechnet sich mit: f=1/Periodendauer.
    - Um besser und genauer ablesen zu können, wäre es sinnvoll, mit den Positionsreglern die
       Anzeige gezielt zu verschieben.

     

Oszilloskopzubehör:

    Der Tastkopf zur Messbereichserweiterung:

    Die Aufgabe eines Tastkopfes ist es, das Signal ĂĽber eine gewisse Entfernung von der Quelle zum Oszilloskop zu ĂĽbertragen, Ladungserscheinungen zu reduzieren und dabei die Struktur der Information zu erhalten.

    Man unterscheidet zwischen:

      - Passiven Tastköpfen
            - Bestehen aus passiven Bauelementen (RC).
            - Besitzen Teilerfaktoren, die die Empfindlichkeit des Oszilloskopes reduzieren.

      - Aktiven Tastköpfen
            - Enthalten aktive Bauelemente (z.B. FET’s)
            - Können eine Galvanische Trennung beinhalten.
            - Verringern Ladungserscheinungen
            - Verändern die Auslenkempfindlichkeit des Oszilloskopes nicht.

      - Differenzialtastköpfe, die die Spannung zwischen zwei verschiedenen Punkten messen.

      - Stromzangen fĂĽr die Umwandlung von größeren Strömen in Spannungen mittels Messung des Magnetfeldes um
         den belasteten Leiter.

     Trenntrafo fĂĽr Laborbereiche verwenden, in denen Erdfrei gemessen werden muss.

     

Anwendungsgebiete des Oszilloskopes: 

    Ein Oszilloskop wird hauptsächlich zur Darstellung zeitlich veränderter Spannungen verwendet. Anwendungsgebiete liegen in allen Bereichen der Elektronik, in denen Zeitlich veränderte Spannungen und Ströme auftreten. Angewandt wird das Oszilloskop auch im Medizinischem Bereich.

    Weiterhin kann auch bei Mehrkanaloszilloskopen eine Signaldarstellung in Abhängigkeit zu einer zweiten Spannung erfolgen. Das Oszilloskop wird hier zur Darstellung von Graphen und Kennlinien herangezogen. Die Anwendungsgebiete liegen hier als Kennlinienaufnehmern von elektronischen Bauteilen, sowie im Bereich der Synchronitätsmessung nach dem ‚Kreis-Prinzip’

     

 Sekundärliteratur:

 -       â€žKleine Oszilloskoplehre“ von Harley Carter, HĂĽthing-Verlag
-       â€žDas Oszilloskop“ von Dipl.-Ing. Paul E. Klein, Franzis-Verlag
-       â€žOszilloskope fĂĽr den Hobby-Elektroniker“ von Dieter NĂĽhrmann, Franzis-Verlag
-       â€žDas Oszilloskop – Funktion und Anwendung“ von Klaus Lipinski, VDE-Verlag
-       Datenblätter der Fa. Gould-Nicolet
-       Homepage der Fernuniversität Kaiserslautern http://physik.uni-kl.de

 

Sonstiges:

-      Dieses Referat kann auch auf meiner Homepage www.walktronics.de angesehen werden.
-      Die Quellen von besonderen fremden Bildmaterialien wurden unter den jeweiligen Bildern mit angegeben.
-      Bilder ohne Quellenangaben stammen von Internetseiten, die eine nichtkommerzielle Nutzung ausdrĂĽcklich erlauben,
       oder wurden selbst entworfen..

Dazugehörige Bilder und Skizzen:

Das Prinzip der Elektronenstrahlröhre

Die horiz. und vert. Ablenkplatten

Der horiz. Ablenkungsspannungsverlauf

Das Innenleben einer Bildröhre

Adoppelt ist in dem Fall die Spitze-Spitze-Spannuing (Die Amplitude)

Die Periodendauer einer Sinusschwingung

Das Prinzip eines Digitaloszilloskopes

Fotos der Präsentation:

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