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Letzte Aktualisierung: 15.04.2006

 

Platinenherstellung

Platinen selber herstellen

Inhalte der Seite:

- Die Platinenherstellung (einseitige Platinen)
- Tipps und Tricks für Hobbyelektroniker
- Platinen für Versuchsaufbauten
  - Die Quadratrasterplatine

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Die Platinenherstellung: (am Beispiel mit verschiedenen Platinen und einem stehenden Ätzgerät)

Wenn der Schaltplan soweit entwickelt ist...

Wenn dies soweit geschehen ist, wird dieses Layout auf (gute UV-durchlässige) Folie gedruckt oder kopiert. Hier ist bei hochauflösenden Platinen auf ein sauberen Ausdruck zu achten.

...und anschliessend gefühlvoll im Entwicklerbad gebadet, bis keine Schlieren mehr auftreten. Im Normalfall sind dies ca. 2-4min. Nun liegt das Kupfer an den Stellen, die später weggeätzt werden sollen, blank.

Im auf ca. 45°C temperierten Ätzbad verbleibt die Platine so lange, bis alle blanken Kupferstellen weggeätzt sind. Dies dauert ca. 5-10 Minuten. Bei Nutzung einer stehenden Ätzmaschine kann man mittels Durchleuchten den Ätzvorgang genau beobachten.

Die Platine ist fertig, wenn keine Brücken, dunkle Stellen o.ä. mehr sichtbar sind.  Sie kann nun dem Ätzbad entnommen werden.

...geht es nun zum Entschichten. Dies kann wahlweise mit Nagellackentferner, Aceton, Entschichter und anderem geschehen.

...muss die Schaltung geroutet werden. D.h. es wird das Platinenlayout gezeichnet.

Dann wird die Platine per UV-Strahler o.ä. eine bestimmte Zeit lang belichtet... (noch kein Bild vorhanden)

Nach Abwaschen im kalten/lauwarmen Wasser ist die Platine nun bereit, geätzt zu werden.

Nach ein paar Minuten werden schon die ersten Konturen sichtbar. Dies sollte im Idealfall gleichmäßig geschehen.

Nachdem das Platinenmaterial aus dem Ätzbad entnommen wurde, muss dieses gründlichst mit warmen (kaltem) fließendem Wasser abgespült werden. Nach kurzem Abtrocknen...

Um die frisch gereinigte Platine vor dem Oxydieren zu schützen, sollte diese mit Lötlack behandelt werden. Lötlack deswegen, da die Platine danach noch lötbar bleibt.

Die (chemisch) fertige Platine. Nun muss sie nur noch gebohrt, bestückt und eingebaut werden.

Eine weitere (chemisch) fertige Platine. Nun muss sie nur noch gebohrt, bestückt und eingebaut werden.

Durch Zuschnitt sind ganz einfach kleinere Platinen herstellbar.

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Tipps und Tricks für Hobbyelektroniker:

Mit einem guten Drucker, gutem Basismaterial und etwas Gefühl im Bereich des Ätzens ist solch eine Auflösung ohne größere Probleme erreichbar.

Durchaus machbar ist auch das verlegen von Leiterbahnen zwischen SMD-PAD’s durch. Eine zweite wäre auch noch möglich, aber weniger praktikabel.

Bei hohen Auflösungen sollte man beachten, dass eine Reparatur von fehlerhaften Stellen eine sehr ruhige Hand erfordert.

Das Löten von diesen SMD-PAD’s erfordert natürlich auch eine ruhige Hand. Und wenn’s mal danebengeht? Macht nix. Einmal abgesaugt, und es kann weitergehen...

Mein derzeitiger persönlicher Leiterbahndichterekord: 5 voll funktionsfähige Leiterbahnen auf einen Millimeter!!! Arg viel mehr ist mit den Standardgerätschaften nicht zu erreichen. (Bild wurde mit Hilfe eines Mikroskopes gemacht) (Weitere Mikroskopbilder: siehe Mikroskopisches)

Wenn man sich im Ätztechnischem Bereich eingearbeitet hat, kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Hier zum Beispiel meine ‘Visitenplatinen

Noch eine ‘Visitenplatine’. Mit geübter Ätztechnik lassen sich sogar hochauflösende Error-Diffusion SW-Bilder auf Platine bringen.

Platinen für Versuchsaufbauten:

Die Quadratrasterplatine:

Eine Quadratrasterplatine

Es gibt viele verschiedene Platinenarten, die speziell für den Hobbybereich angeboten werden. Das wären z.B. die Streifen- Punkt- Streifeninselrasterplatinen, nur um mal ein paar zu nennen.
Irgendwann kam ich auf die Idee, eine Quadratrasterplatine zu entwerfen.
Die ersten waren als Platzfüller auf Platinenlayouts gedacht. Doch schon bald stellte sich das Prinzip als sehr nützlich für Versuchsaufbauten heraus. Da es keine Bohrungen gibt, wird hier Kupferflächenorientiert gearbeitet. Dies kann im Bereich der Leistungselektronik sinnvoll sein, ist aber auch für schnell aufgebaute Steuerungen nützlich. Das Raster selbst, ist wie üblich, als 2,54mm-Raster gewählt. Die Inselfläche beträgt dabei ca. 4mm² (also 2mm x 2mm).

Ein Versuchsaufbau auf dem Quadratraster

Ein Versuchsaufbau auf dem Quadratraster. (IGBT-Endstufe)

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